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20.8.2008
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eumom.com arbeitet ständig mit den besten Ärzten, Ärztinnen und Hebammen Europas zusammen, um Ihnen aktuelle medizinische Informationen aus der täglichen Praxis zu bieten. Deshalb interviewen wir regelmäßig und exklusiv Spezialisten zu den wichtigen Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt. Und das Beste: Unsere neue Serie "Fünf Fragen an..." mit eumom-Exklusivinterviews wird ständig erweitert!
FÜNF FRAGEN AN: PROF. DR. MED. CHRISTOF SOHN, HANNOVER Stichwort: vorzeitige Wehen Eumom: Herr Professor Sohn, wie erkenne ich vorzeitige Wehen?
Prof. Sohn: Vorzeitige Wehen können leichte bis starke Schmerzen sein, die typischerweise regelmässig an- und abschwellen , anders als Rücken- oder Bauchschmerzen. Wenn eine Schwangere vorzeitige Wehen spürt, dann sollte sie sofort ihren Frauenarzt, ihre Frauenärztin aufsuchen. Dort kann festgestellt werden, ob eine Frühgeburt droht, zum Beispiel indem der Arzt per Ultraschall die Länge des inneren Gebärmutterhalses misst. Was ist der häufigste Grund für vorzeitige Wehen? Prof. Sohn: Nach meiner Erfahrung sind vorzeitige Wehen häufig ein Symptom für eine andere Problematik – häufig eine Infektion. Das muss gar nicht unbedingt eine Infektion der Gebärmutter sein. Harnwegsinfektionen, Nierenbeckenentzündungen können auch vorzeitige Wehen auslösen. Wie kann man eine Frühgeburt vermeiden? Wir glauben inzwischen, dass vorzeitige Wehen, wenn sie nicht von einer Infektion
ausgelöst werden, eine immunologische Ursache haben. Es ist praktisch eine
Kann die Schwangere etwas zur Vorsorge aktiv beitragen? Ja! Die Frau kann sich selbst untersuchen. Sie kann messen, ob der pH-Wert in ihrer Scheide niedrig genug ist. Denn ein erhöhter Vaginal-pH ist ein Zeichen für eine beginnende Infektion, lange bevor sich die ersten Symptome zeigen. Was man heute kaum mehr macht, ist eine Cerclage. Erzählen Sie uns ein Beispiel aus der Praxis? Ich hatte vor kurzem eine Patientin, die ihr zweites Kind erwartete. Ihr erstes
Kind war in der 26. Schwangerschaftswoche zur Stand: 8/01 AW
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